Behandlung & Vorbeugung des Katzenschnupfens

Je früher die Therapie begonnen wird, desto besser ist die Aussicht auf Heilung. Sie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Allgemeinzustand des Patienten.
Für die Bekämpfung der bakteriellen Infektionen ist in der Regel die Gabe eines geeigneten Antibiotikums notwendig. Zudem ist eine Stimulation des Immunsystems durch sogenannte Paramunitätsinducer und Interferone sinnvoll. Je nachdem, ob die Tiere noch fressen und trinken, kann künstliche Ernährung und ein Dauertropf notwendig werden. Außerdem lindert die Inhalation mit ätherischen Ölen (z.B. Kamille) die Entzündung der Atemwege und die Schmerzen. Bei nicht ausreichendem Impfschutz können dem Tier außerdem Immunseren mit Virus-neutralisierenden Antikörpern verabreicht werden.

Vorbeugung

Der wirksamste Schutz gegen den Katzenschnupfen ist die Impfung, die am besten bereits im Welpenalter durchgeführt werden sollte. Dies ist gerade im Hinblick auf die schlechte Therapierbarkeit von Viruserkrankungen von großer Bedeutung. Die Impfung gegen Katzenschnupfen (Herpes- und Caliciviren) gehört zusammen mit der Impfung gegen Katzenseuche zu den so genannten Kern(Core)-Impfungen, die nach der Grundimmunisierung im Welpenalter je nach verwendetem Impfstoff alle 1-3 Jahre aufgefrischt werden sollten. Die Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen sollte im Alter von 8, 12 und 16 Lebenswochen erfolgen.

Bei der Impfung gegen Bordetella bronchispetica handelt es sich um eine so genannte intranasale Impfung. Das bedeutet, der Impfstoff wird nicht wie sonst üblich unter die Haut injiziert, sondern in die Nase getröpfelt. Dadurch schützt er die Katze direkt an der Eintrittspforte der Erreger, der Nasenschleimhaut.

Bei speziellen Lebensumständen der Katze ist eine Impfung gegen Chlamydophila felis ebenso empfehlenswert.

"Die Behandlung schwer erkrankter Tiere ist aufwendig und prognostisch nicht immer günstig. Impfungen bieten hier wirksamen vorbeugenden Schutz."