Behandlung

"Die Behandlung schwer erkrankter Tiere ist aufwendig und prognostisch nicht immer günstig. Impfungen bieten hier wirksamen vorbeugenden Schutz."

Die Therapie muss so früh wie möglich begonnen werden, desto besser ist die Aussicht auf Heilung. Sie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Allgemeinzustand des Patienten.

Gegen bakterielle Infektionen sollte eine Behandlung mit einem Breitspektrum-Antibiotikum erfolgen, das gegen möglichst viele Keime wirkt. Paramunitätsinducer und Interferone können das Abwehrsystem stimulieren. Je nach dem, ob die Tiere noch fressen und trinken, kann künstliche Ernährung und ein Dauertropf notwendig werden. Außerdem lindert die Inhalation mit ätherischen Ölen (z.B. Kamille) die Entzündung der Atemwege und die Schmerzen. Bei nicht ausreichendem Impfschutz können dem Tier Immunseren mit Virus neutralisierenden Antikörpern verabreicht werden.

Vorbeugung

Der wirksamste Schutz gegen den Katzenschnupfen ist die Impfung, die am besten bereits im Welpenalter durchgeführt werden sollte. Dies ist gerade im Hinblick auf die schlechte Therapierbarkeit von Viruserkrankungen von großer Bedeutung. Die Impfung gegen Katzenschnupfen (Herpes- und Caliciviren) gehört zusammen mit der Impfung gegen Katzenseuche zu den so genannten Kern(Core)-Impfungen, die nach der Grundimmunisierung im Welpenalter jährlich aufgefrischt werden sollten. Die Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen sollte in der 8. und 12. sowie in der 16. Lebenswoche erfolgen.

Da auch Chlamydophila felis zu den primär pathogenen Erregern des Katzenschnupfens gehört, sollte auch hier eine Impfung erwogen werden. Es gibt Kombinationsimpfstoffe, die neben den viralen Erregern des Katzenschnupfens und der Katzenseuche auch gegen Chlamydophila felis schützen.
Bei der Impfung gegen Bordetella bronchispetica handelt es sich um eine so genannte intranasale Impfung. Das bedeutet, der Impfstoff wird nicht wie sonst üblich unter die Haut injiziert, sondern in die Nase eingegeben. Dadurch schützt er Ihr Tier direkt an der Eintrittspforte der Erreger, der Nasenschleimhaut.