Krankheitsbild

Bindehautentzündung bei einer Katze

Nach einer Inkubationszeit von 3-10 Tagen, sind erste Anzeichen einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) zu erkennen. Anfänglich ist meist nur ein Auge betroffen, später beide. Symptome sind wässriger Augenausfluss und Krämpfe des oder der Augenlider. Die Bindehäute sind auf Grund der Entzündung vermehrt gefüllt und entsprechend gerötet sowie geschwollen. Später kann der Augenausfluss durch bakterielle Sekundärerkrankungen auch eitrig werden. Es kann im weiteren Verlauf zu einer Beteiligung der Hornhaut kommen.
Nasenausfluss, Niesen, Husten sowie Fieber werden durch C. felis selbst selten verursacht, treten aber im Rahmen des Symptomkomplexes Katzenschnupfen auf. Gleichzeitige Infektionen mehrerer am Katzenschnupfen-Komplex beteiligten Erreger verstärken die durch C. felis hervorgerufenen Symptome.

”Ohne Behandlung und Hygienemaßnahmen kann sich der Erreger im Bestand festsetzen und immer wieder zu Erkrankungen führen.“

Erfolgt keine gezielte Behandlung der Bindehautentzündung, bestehen diese Symptome über Wochen, bevor es dann in den meisten Fällen zu einer Abheilung kommt. In Katzenkolonien kann die Infektion dauerhaft bestehen bleiben. Dann treten über Monate hinweg immer wieder Erkrankungen auf.

 

 

Diagnostik

Vor allem in Hinblick auf die Therapie ist es wichtig zu wissen, ob eine einzelne oder eine Mischinfektion vorliegt. Die Kenntnis der beteiligten Erreger ist außerdem für  die Betreuung von Zuchten, Katzenpensionen und Tierheimen von großer Bedeutung.

Der Erregernachweis wird in einem Untersuchungslabor geführt. Der Transport des Untersuchungsmaterials muss in speziellen Transportlösungen und binnen 12 Stunden erfolgen. Als Untersuchungsmaterial eignet sich eine Blutprobe oder besser ein Abstrich, den der Tierarzt aus dem Auge entnehmen muss, einem so genannten Konjunktivalabstrich.

Es ist außerdem ein Antigennachweis mittels ELISA und PCR möglich. Weiterhin kann C. felis zum Nachweis auch in Zellkulturen angezüchtet werden.