Der Erreger

C. felis ist weltweit in der Katzenpopulation verbreitet. Die verschiedenen Subtypen von C. felis sind unterschiedlich virulent (krankmachend).

über die Einordnung von C. felis herrschte, wird der Erreger inzwischen der Familie der Chlamydiaceae zugeordnet. Chlamydien sind streng intrazellulär lebende, gramnegative Bakterien, die zum Überleben und zur Vermehrung auf eine Wirtszelle (Epithelzelle) angewiesen sind.

Die Vermehrung des Erregers geht mit dem Tod der Wirtszelle und der Freisetzung einer Vielzahl neuer, ansteckender Organismen, den so genannten Elementarkörperchen einher. Diese werden nach ihrer Freisetzung von anderen Wirtszellen aufgenommen (phagozytiert) und reorganisieren sich in etwa 8 Stunden im Innern der Wirtszelle zu Retikularkörperchen. Unter Ausnutzung des Stoffwechsels der Wirtszelle vermehren sie sich. Nach etwa 30 Stunden bilden sich die Retikularkörperchen dann wieder zu Elementarkörperchen um, die weitere 10 Stunden später durch Platzen der Wirtzelle freigesetzt werden. Dann beginnt der Vermehrungstzyklus von Neuem.

”Chlamydien können durch Antibiotika nur in einem kurzen Zeitfenster während ihres Vermehrungszyklus wirksam bekämpft werden.“

Chlamydien können durch Antibiotika nur als Retikularkörpchen bekämpft werden.
 
Die Widerstandsfähigkeit der Chlamydien ist in der Außenwelt temperaturabhängig. Bei 4 bis 8°C können sie einige Wochen infektiös bleiben, hingegen sie bei mehr als 30°C lediglich 48 Stunden in der Umwelt ihre Infektiosität behalten. Zuverlässig abgetötet werden Chlamydien durch Formalin (1%), quarternäre Ammoniumbasen und Natronlauge (2%).