Behandlung

Es ist ratsam, sich bei auftretenden Augenentzündungen oder Schnupfensymptomen umgehend an einen Tierarzt zu wenden, denn nur durch eine frühzeitige und regelmäßig durchgeführte lokale antibiotische Behandlung können schwerwiegende Folgen vermieden werden.

Gerade bei Katzenwelpen sollte eine Bindehautentzündung nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Unsachgemäße Behandlungsversuche helfen nicht, ermöglichen es dem Erreger aber, sich ungehindert auszubreiten. Je länger die Entzündung ohne Behandlung bleibt, desto schwerer sind die Folgen.

Sehr wichtig für die erfolgreiche Behandlung ist eine gute, begleitende Pflege. Augen und Nase sollten mehrmals täglich mit physiologischer Kochsalzlösung gereinigt werden.  

Vorbeugung

Es ist möglich, Katzen ab einem Alter von 8 Wochen gegen C. felis impfen zu lassen. Insbesondere bei Katzen in Katzenzuchten, -pensionen und Tierheimen sollte sie unbedingt durchgeführt werden, da diese Tiere einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

In Deutschland stehen dafür gegenwärtig sowohl Totimpfstoffe als auch Lebendimpfstoffe zur Verfügung, die abgeschwächte Chlamydienstämme enthalten.

Die Lebendimpfstoffe, welche auch als Kombinationsimpfstoffe gegen den Katzenschnupfenkomplex eingesetzt werden, bieten den besten Schutz gegen Infektionen mit C. felis.

Totimpfstoffe induzieren dagegen eine geringere Immunität und durch zugesetzte Adjuvantien die Gefahr eines so genannten Injektions-assoziierten Fibrosarkoms, auch als impfassoziiertes Sarkom bezeichnet (injection associated sarcoma = ISAS).
Details siehe unter "Risiken und Nebenwirkungen" .

Allerdings können auch die Lebenimpfstoffe die Schleimhautbesiedelung durch Chlamydien und die Erregerausscheidung nicht vollständig verhindern. Doch reduzieren sie die Vermehrung der Erreger sowie die damit verbundenen klinischen Symptome um ein Vielfaches.

”Die Impfung gegen Chlamydien reduziert die Vermehrung der Erreger und damit auch die Schwere der klinischen Symptome bei infizierten Katzen.“

Kätzchen sollten erstmals in der 8. oder 9. Lebenswoche geimpft werden. Die nächste Impfung erfolgt dann im Rahmen der Grundimmunisierung 3 bis 4 Wochen später. Fortan sollte der Impfschutz einmal jährlich aufgefrischt werden.

Weitere Empfehlungen zur Bekämpfung des Erregers in Zuchtbeständen finden Sie im Fokusthema "Impfungen von Hund & Katze".