Infektionen mit Chlamydien

Neben den felinen Herpes- und Caliciviren gehören auch die Chlamydien (C. felis) zu den primär pathogenen Erreger des Katzenschnupfens. Sie sind vor allem im Zusammenhang mit Bindehautentzündungen von Bedeutung. 18-30% aller chronischen Bindehautentzündungen bei der Katze gehen auf Infektionen mit C. felis zurück. Nasenausfluss, Niesen, Husten sowie Fieber, wie es beim Katzenschnupfen häufig beobachtet wird, werden dagegen durch C. felis selten verursacht.

Zwar kommen C. felis-Infektionen in jedem Alter vor, doch sind Kätzchen im Alter von 5 bis 16 Wochen besonders gefährdet. Es ist jedoch auch möglich, dass bereits bei Neugeborenen unmittelbar nach dem Öffnen der Lider bereits Anzeichen einer Bindehautentzündung zu beobachten sind. Eine Erregerübertragung durch den Kontakt mit dem Genitalbereich der Mutter gilt für diese Fälle als wahrscheinlich. Ansonsten erfolgt die Infektion vor allem durch direkten Kontakt oder durch Tröpfcheninfektionen mit erregerhaltigem Augen- und Nasensekret. Nach der Infektion sind klinische Symptome nach 3 bis 10 Tagen zu erkennen.

”Chlamydien verursachen bei Katzen in erster Linie Bindehautentzündungen, die aber vor allem bei Katzenwelpen durchaus ernst genommen werden sollten!“

Bindehautentzündung sollten - insbesondere bei Katzenwelpen - nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Unsachgemäße Behandlungsversuche helfen nicht, ermöglichen es dem Erreger aber, sich ungehindert auszubreiten. Je länger die Entzündung ohne Behandlung bleibt, desto schwerer sind die Folgen.

Weitere Informationen zur Chlamydieninfektion der Katze finden Sie im Fokusthema "Chlamydieninfektion der Katze"