Behandlung
Neben allgemeinen Maßnahmen sollte bei Katzen mit Erkrankungen der oberen Atemwege eine antibiotische Behandlung erwogen werden. Die vollständige Elimination gelingt aber häufig trotz antibiotischer Therapie nicht. Es gibt zunehmend Anhaltspunkte dafür, dass Resistenzen gegenüber bestimmten Antibiotika vorliegen.
Außer der Behandlung mit Antibiotika ist das regelmäßige Entfernen von Augen- und Nasensekreten bei Katzen eine wichtige krankenpflegerische Maßnahme.
Weiterhin tragen gute Managementpraxis in Katzenpensionen und Katzenzuchten (insbesondere eine gute hygienische Praxis und die Reduktion von Stress bei den Katzen) erheblich zur Abheilung, aber auch zur Prävention von Erkrankungen der oberen Atemwege der Katze bei. Eine andere Möglichkeit ist das Entfernen von chronisch-infizierten Katzen aus der jeweiligen Katzenhaltung.
Vorbeugung
In Deutschland steht für die Prävention von Bordetella-Infektionen ein intranasaler Impfstoff zur Verfügung. Sie ist vor allem für Katzen in Katzenzuchten, Tierheimen oder Tierpensionen sowie bei Katzen mit Kontakt zu Hunden zu empfehlen.
Mutterkatzen können Bordetella bronchiseptica während der Geburt auf die Welpen übertragen; aus Katzenzuchten oder aus Tierheimen stammende Katzenwelpen haben daher ein besonders hohes Erkrankungsrisiko. Da eine Infektion mit Bordetella bronchiseptica bei Katzenwelpen plötzliche, durch eine schwere Bronchopneumonie hervorgerufene Todesfälle nach sich ziehen kann, stellt eine Infektion mit Bordetella bronchiseptica ein ernst zunehmendes Risiko dar. Die hohe Mortalitätsrate und die Schwere der Erkrankung rechtfertigen den Einsatz von Maßnahmen zur Bekämpfung insbesondere bei Tieren mit hohem Erkrankungsrisiko. Der intranasale Bordetella bronchiseptica Impfstoff für Katzen ist daher ein wichtiger Bestandteil eines Bekämpfungsprogramms.

